Offener Brief des LEB NRW an die Verhandlungspartner der Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Der LEB NRW hat als Interessensvertretung der Eltern in NRW mit Kindern in Kita und Kindertagespflege einen offenen Brief an die Verhandlungspartner der Tarifrunde im öffentlichen Dienst übermittelt. Denn die Tarifrunde TVöD-SuE liegt gerade erst hinter uns und die Familien in NRW stehen aktuell unter enormem Druck. 

Der LEB NRW fordert daher alle Verhandlungspartner eindringlich auf, die Kindertagesbetreuung in den derzeitigen Tarifstreitigkeiten auszunehmen.

Offener Brief

Umfrage zur Essensverpflegung in Kita und Kindertagespflege in NRW

Viele Kitas und Kindertagespflegestellen haben die Verpflegungskosten erhöht, was gerade in der aktuellen Situation eine zusätzliche Belastung darstellt.
 
Wir möchten uns gerne einen Überblick verschaffen und haben daher eine Umfrage erstellt. Diese findet ihr bis zum 31. März unter folgendem Link:
 
 
Die Ergebnisse der Umfrage werden wir Ende April hier veröffentlichen und den Jugendamtselternbeiräten für ihre weitere Arbeit vor Ort zur Verfügung stellen.

Stellungnahme des Landeselternbeirates NRW zum Antrag „Herausforderungen des Kita- und OGS-Ausbaus gemeinsam angehen“

Der LEB war eingeladen, eine Stellungnahme zum Antrag der Fraktion der SPD „Betreuungs-Gipfel jetzt! Herausforderungen des Kita- und OGS-Ausbaus gemeinsam angehen, um die Bildungskatastrophe in der frühkindlichen Bildung zu verhindern (Drs 18/1688)“ einzureichen. Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt.
Der LEB ist der Meinung, dass die sich deutlich abzeichnende Krise in der Kindertagesbetreuung unbedingt verhindert werden muss. Wir unterstützen die Forderungen, Mängel transparent aufzuzeigen und ein Gremium aus Expert*innen einzurichten, welches gemeinsam Maßnahmen vereinbart, um dem entgegenzuwirken. Unsere Stellungnahme betont die Wichtigkeit des Bedarfes der Kinder nach sozialen Kontakten und ihrem Recht auf ein chancengerechtes Aufwachsen ebenso wie die Bedeutung von Vereinbarkeit.
Eine mündliche Anhörung ist für den 9. Februar um 13:30 Uhr im Landtag angesetzt. Die komplette Stellungnahme des LEB könnt ihr unter dem folgenden Link einsehen:

Stellungnahme „Herausforderungen des Kita- und OGS-Ausbaus gemeinsam angehen“

Ergebnisse der LEB-Wahl 2022/2023

Nina Ullmann
JAEB Kempen
Vorstellung (PDF)
Kim Angenendt
JAEB Borken
Vorstellung (PDF)
Stefanie Wenz
JAEB Euskirchen
Vorstellung (PDF)
Dr. Melanie Simon
JAEB Köln
Vorstellung (PDF)
Melissa Weinert
JAEB Kreis Wesel
Vorstellung (PDF)
Stefan Uhlmann
Stadtelternrat Bochum
Vorstellung (PDF)
Ulrike Birkigt
JAEB Viersen
Vorstellung (PDF)
Daniela Heimann
Stadtelternrat Mülheim a.d. Ruhr
Vorstellung (PDF)
Ellena Siegmund
JAEB Detmold
Vorstellung (PDF)
Peter Fritza
JAEB Bergkamen
Vorstellung (PDF)
Chris Simons
JAEB Witten
Vorstellung (PDF)
Claudia Häfner
JAEB Aachen
Vorstellung (PDF)
Matthias Keller
JAEB Langenfeld
Vorstellung (PDF)
Markus Dürr
JAEB Kreis Siegen-Wittgenstein
Vorstellung (PDF)
Michael Stauß
JAEB Menden
Vorstellung (PDF)

Hier sind die Ergebnisse der LEB-Wahl 2022/2023 nach Auszählung am 12. Dezember 2022. Die Reihenfolge ergibt sich aus der Stimmverteilung der Kandidat*innen. In den LEB gewählt, sind die 15 Personen mit den meisten Stimmen. Falls im Laufe der Amtszeit Mitglieder zurücktreten o.ä., rücken die Kandidat*innen mit den nächst meisten Stimmen in der Reihenfolge nach. Aus Datenschutzgründen werden die Namen der (zunächst) nicht gewählten Personen an dieser Stelle nicht öffentlich geteilt.

LEB-Mitglieder 2023

VornameNachnameJAEB
NinaUllmannKempen
StefanieWenzEuskirchen (Kreis)
StefanUhlmannBochum
DanielaHeimannMülheim a. d. Ruhr
Ellena JaneSiegmundDetmold
MelanieSimonKöln
PeterFritzaBergkamen
ClaudiaHäfnerAachen
MichaelStaußMenden
ChrisSimonsWitten
UlrikeBirkigtKreis Viersen
MelissaWeinertWesel (Kreis)
MarkusDürrKreis Siegen-Wittgenstein
MatthiasKellerLangenfeld
ChristinSchmidt Paderborn
JulianOverkottKreis Paderborn

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl und vielen Dank allen Kandidati*innen für die Bereitschaft, ihre Zeit für das Ehrenamt im Landeselternbeirat zur Verfügung zu stellen.
Der neue Landeselternbeirat wird sich im Januar 2023 erstmals konstituieren.

Sofortmaßnahme Elternentlastung

LEB fordert gemeinsam mit Bündnis 3 Milliarden Euro für sozialpolitisches Maßnahmenpaket

Die aktuelle Situation stellt das Bildungssystem in NRW auf eine Belastungsprobe.
War die Kinderarmut bereits in den vergangenen 2 Jahren auf einem Höchststand, steht nun zu befürchten, dass weit mehr Familien betroffen sein werden. Gerade bei Kindern äußert sich diese Armut in fehlender Teilhabe, fehlenden Bildungschancen oder einer fehlenden gesunden Ernährung.
Gelingen Investitionen jetzt nicht, werden viele Kinder und letztendlich die Gesellschaft als Gesamtheit schaden nehmen.

Gemeinsamt mit den  Bündnispartner*innen GEW, LEK und LAT fordert der LEB von der Landesregierung Sofortmaßnahmen.

Sofortige Entlastung der Eltern dringend angezeigt

„Die Krise trifft die Bildungseinrichtungen und die Beschäftigten besonders hart. Wir brauchen nun schnelle finanzielle Notmaßnahmen der Landesregierung, um unser Bildungssystem und alle Beteiligten sicher durch diese Krise zu navigieren. Es ist eine Frage der Chancengleichheit, dass die Landesregierung nicht tatenlos zuschaut“, so die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW NRW, Ayla Çelik. Die Gewerkschafterin weiter: „Die Postleitzahl darf nicht darüber entscheiden, welche Bildung die Kinder bekommen. Woran es aktuell hakt, ist der politische Wille zur finanziellen Unterstützung. Unser Forderungspaket nimmt Familien, Kinder und die Beschäftigten in den Blick. Mit den Maßnahmen kann verhindert werden, dass die soziale Schere über den Winter noch weiter auseinandergeht.“ 

Warmes und kostenfreies Mittagessen für KiTas und Schulen

Ein Element in dem Forderungspapier stellt die Realisierung eines warmen Mittagessens in Kindertagesstätten und Schulen dar. Christian Beckmann, Vorsitzender der Landeselternkonferenz NRW: betont: „Bildung darf nicht zum Luxus werden. Mit knurrendem Magen lernt es sich schlecht. Wir merken deutlich, dass manche Familien nun hart von den steigenden Preisen getroffen werden. Ein warmes kostenfreies Essen gleicht finanzielle Notsituationen aus. Es sollte der Landesregierung ein Anliegen sein, dass jedes Kind in der kalten Jahreszeit täglich ein warmes Essen bekommt. Daneben ist es an der Zeit, das ‚heimliche Schulgeld‘ endlich gänzlich abzuschaffen. Das sind zielgerichtete Maßnahmen, die uns Familien wirklich entlasten würde und die Kinder in den Fokus der Politik rückt!“

Beitragsfreiheit als unverzichtbares Instrument der Chancengerechtigkeit

In eine ähnliche Richtung argumentiert Daniela Heimann vom Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen: „In der Kindertagesbetreuung sollen alle Kinder gleichermaßen gefördert werden, ungeachtet ihrer Herkunft oder ihrer familiären Lebensverhältnisse. Diese Bildungsgerechtigkeit gilt es dringend zu bewahren und konsequent zu stärken. Ein kostenfreies Essen ist dabei ein wichtiger Beitrag zu einem gesunden Aufwachsen, gerade in der jetzigen Zeit.“ Heike Riedmann ergänzt: „Familien in NRW sind mit Mehrfachbelastungen konfrontiert, dazu gehören gestiegene Lebenshaltungskosten, hohe Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung und oftmals gekürzte Betreuungsumfänge, die wiederum zu Lohnkürzungen führen können. Leidtragende sind vor allem Kinder, denn deren Chancen für die Zukunft sind gefährdet. Eltern müssen jetzt entlastet werden, um Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen zu sichern.“

Studierende unterstützen

Ken Alan Berkpinar, Koordinator des Landes-Asten-Treffen, hebt zusätzlich die Notwendigkeit von zusätzlichen Hilfen für Studierende hervor: „Studierende waren schon früher in hohem Ausmaß von Armut betroffen und sind das jetzt nur noch mehr. Die Preise steigen und auch die Angebote der Studierendenwerke wie Mensaessen und Wohnheimzimmer werden teurer. Die Folge davon ist, dass viele ärmere Studierende ihr Studium abbrechen müssen und Bildungsgerechtigkeit in noch weitere Ferne rückt. Wir fordern deshalb zusätzliche Unterstützung der Studierendenwerke und sowohl bessere kurzfristige als auch langfristige Entlastungen für Studierende.“

Unterstützung der Bildungseinrichtungen bei den Energiekosten

Als vierte Maßnahme fordert der Zusammenschluss eine finanzielle Unterstützung der Träger der Kindertageseinrichtungen und für die Hochschulen durch das Land. Nachdem die Ruhr-Universität Bochum am Montag einen Einstellungsstopp verkündet hat, stellt die Vorsitzende der GEW NRW klar: „Weder die Beschäftigten noch die Studierenden dürfen unter der aktuellen Situation leiden. Es darf nicht sein, dass die Heizkosten mit Personalmittel gedeckt werden müssen. Hier ist politischer Handlungsbedarf!“  Nach Berechnungen sind circa drei Milliarden Euro notwendig, um die Maßnahmen umzusetzen. Mit dem Motto „3 Milliarden für Notmaßnahmen“ werben die Organisationen für mehr Unterstützung für das Bildungssystem in der aktuellen Energiekrise.

LEB-Wahl-2022

Nach und nach haben die Elternbeiräte in den einzelnen Städten und Kommunen ihren neuen Jugendamtselternbeirat (JAEB) oder auch Stadtelternbeirat (SER) gewählt. Auch in diesem Jahr ist es wieder möglich, die Wahl virtuell durchzuführen.

Die Wahl zum LEB bis 30. November wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert. Dieses wird die Wahlunterlagen nach Abschluss der JAEB-Wahlen (11. November) per Post an jeden Wahlberechtigen versenden.

Hierzu ist eine rechtzeitige Meldung des Namens des/der Delegierten plus Stellvertretung durch das örtliche Jugendamt notwendig. Macht euer Jugendamt gerne noch einmal darauf aufmerksam, damit sich auch alle wahlberechtigten JAEB-Mitglieder beteiligen können.

Wahlberechtigt und wählbar für den LEB sind diejenigen Mitglieder des jeweiligen Jugendamtselternbeirates, die in ihrem Jugendamtsbezirk als Landesdelegierte gewählt wurden. Wurde kein/e Landesdelegierte/r gewählt, tritt an seine/ihre Stelle der/die Vorsitzende des jeweiligen JAEB.

Die Unterlagen für die Kandidatur findet ihr hier auch als Link:

Kandidaturanleitung LEB-Wahl

Vorlage Kandidatur 

Die eingehenden Kandidaturen werden wir ab Mitte November 2022 auf unserer Homepage veröffentlichen und fortlaufend ergänzen.

Die Stimmauszählung erfolgt im Dezember (Termin noch in Abstimmung) im MKJFGFI. Über das Ergebnis informieren wir euch auf unserer Homepage.

Eure Wahlkommission des LEB

LEB trifft neue Familienministerin

Am 12. September 2022 traf der LEB zum ersten Mal  die neue Familienministerin Josephine Paul und den Staatssekretär Lorenz Bahr. Wir konnten sehr viele wichtige Themen adressieren. Ganz oben auf der Liste stand der akute Fachkräftemangel. Der LEB fordert Konzepte zur Fachkräftegewinnung und Instrumente, um Fachkräfte im System zu halten. 

Darüber hinaus konnten wir Themen wie Elternbeiträge, steigende Entgelte für Mahlzeiten, Gesunde Ernährung, die Integration von Präventionsstrategien in das Kinderschutzgesetz oder die Fortführung der Sprachkitas adressieren. Zum Thema Fachkräfteoffensive werden Stakeholdergespräche folgen, in denen wir die Perspektive der Kinder und Eltern vertreten werden.

Wir haben viel vor und danke den JAEBs für ihren Input.

10-jähriges Jubiläum des LEB NRW 

Am 9. September 2022 hat der LEB sein 10-jähriges Bestehen (nach-)gefeiert.  

Rund 45 Gäste sind unserer Einladung gefolgt und haben einen Abend mit interessanten Gesprächen gefüllt. Alle waren einig, dass die Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung dringend verbessert werden müssen. Gerade der Fachkräftemangel wird in der nächsten Zeit eine wesentliche Herausforderung sein, die es gemeinsam zu bewältigten gilt. In Zukunft wird es daher weiteren Austausch geben.

Einladung
10 Jahre Landeselternbeirat NRW

Liebe Delegierte, Liebe JAEB,


im Dezember 2011 wurde erstmalig eine Wahl des Landeselternbeirates NRW
ausgezählt. Diese Geburtsstunde des LEB wurde durch das Erste KiBizÄnderungsgesetz
ermöglicht, welches zeitgleich auch die Jugendamtselternbeiräte in
NRW legitimierte.


Im letzten Winter hatten wir pandemiebedingt leider keine Möglichkeit, dies mit euch
gemeinsam zu feiern. Gerne holen wir das nun nach.


Wir möchten daher im September gemeinsam mit euch auf 10 Jahre Elternmitwirkung
in NRW zurückblicken und einen Ausblick wagen auf das, was noch vor uns liegt.
Der Abend soll sowohl geprägt sein vom Austausch mit Vertretern der Politik und
einem geselligen Miteinander.

 

Termin:   Freitag, 9. September 2022
von 17:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr
Ort:   DJH Jugendherberge Düsseldorf
Düsseldorfer Str. 1
40545 Düsseldorf
(Raum: Heinrich-Heine 1)
Anlagen:   Anfahrtsskizze

Je JAEB können zwei Personen teilnehmen (darüber hinaus bitte kurz Rücksprache
halten). Wir bitten um Anmeldung bis zum 28.08.2022 mit Angabe zum
Essenswunsch unter https://eveeno.com/10-jahre-leb


Mit freundlichen Grüßen

 

Landeselternbeirat der
Kindertageseinrichtungen in NRW e.V.

Stellungnahme des Landeselternbeirates NRW zum Referentenentwurf eines zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiTa-Qualitätsgesetz)

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne nimmt der Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen in NRW (LEB) die Gelegenheit zur Stellungnahme zum vorliegenden Referentenentwurf wahr. Als gesetzlich legitimierte Vertretung der Eltern1 von ca. 750.000 Kindern in Nordrhein-Westfalen begrüßt der LEB die Fortführung des KiTa-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG). Die Verstetigung der finanziellen Beteiligung des Bundes an der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung ist weiterhin unerlässlich, um im Bundesgebiet Chancengerechtigkeit und die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse zu fördern.

Es ist erfreulich, dass sich die Bundesregierung an ihr Versprechen gehalten hat, die Weiterentwicklung des KiQuTG zeitnah anzugehen. Der LEB erkennt deutlich, dass das Ziel verfolgt wird, mit diesem Gesetz die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiterhin zu steigern und die Teilhabe aller Kinder zu ermöglichen.

Im Wesentlichen hat der LEB im Zusammenhang mit dem vorliegenden Referentenentwurf vor dem Hintergrund der darin enthaltenen Regelungsziele fünf zentrale Anliegen:

  • Höhe der Haushaltsausgaben für die Jahre 2022, 2023 und folgende Jahre
  • Verbesserungen der Teilhabe aller Kinder durch finanzielle Entlastungen der Eltern
    (auf dem Weg zur kompletten Beitragsfreiheit in der frühkindlichen Bildung)
  • die Priorisierung des Handlungsfeldes 7 „Sprachliche Bildung“ darf nicht das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ ersetzen
  • Beteiligung der Elternvertretungsgremien am Evaluationsprozess
  • Berücksichtigung der durch die Pandemie entstandenen Folgen und Benachteiligungen für Kinder
  • Verankerung eines bundesweit einheitlichen Einkommensbegriffs in §90 SGB VIII und Deckelung der Kostenbeteiligung in §94.

Vorbemerkung zu den Haushaltsausgaben

Die veranschlagten finanziellen Mittel in Höhe von 1993 Millionen Euro pro Jahr sind aus Sicht des LEB zu gering angesetzt, da mit diesen maximal der Status Quo erhalten werden kann und keine zusätzlichen Verbesserungen hinsichtlich der Qualität und der Teilhabe realisierbar sind. Allein die aktuelle Inflationsrate von ca. 7% sowie kürzliche Tarifabschlüsse führen dazu, dass die Kosten für das „System KiTa“ ab 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich steigen. Darüber hinaus ist aufgrund der aktuellen Lage mit stetig steigenden Lebenshaltungskosten zu rechnen. Insgesamt bedeutet dies eine Verschlechterung, da die Höhe der finanziellen Förderung insgesamt gleichbleibt, während die Kosten deutlich steigen.

In Zeiten von Rettungsschirmen und Sondervermögen ist es nicht nachvollziehbar, dass gerade bei der frühkindlichen Bildung gespart wird, zumal Familien – insbesondere in den letzten beiden Jahren – unverhältnismäßig hohen Belastungen ausgesetzt waren. Es waren die Familien, welche die Wirtschaft am Laufen gehalten, die Kinder neben ihrer Erwerbstätigkeit selbst betreut haben und die heute mit einem kollabierenden System konfrontiert werden. Betreuungsausfall und gekürzte Öffnungszeiten sind mehr Regel als Ausnahme, auch die Qualität ist gesunken. Als Interessensvertretung der Eltern von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege erwartet der LEB von der Bundesebene, als größte Profiteurin von qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung2, dieser Tatsache Rechnung zu tragen und die Mittel für das KiQuTG auf mindestens 3 Milliarden pro Jahr zu erhöhen und diese zu dynamisieren.

Hier ist die vollständige Stellungnahme nachzulesen.

Nach oben scrollen